Immobilienverkauf | privat | ohne Makler | richtig verkaufen

Immobilie erfolgreich verkaufen – Top12-Tipps, um Höchstpreise zu erzielen

Die Wohnung ist zu klein geworden, das Haus wird nur noch alleine bewohnt oder es steht ein Umzug in eine andere Stadt an – Es gibt viele Gründe, eine Immobilie zu verkaufen. Diese können sowohl beruflicher, privater als auch finanzieller Natur sein. Sollten Sie sich dazu entschließen, Ihre Immobilie zu verkaufen, ist es wichtig zu wissen, dass es sich beim Immobilienverkauf um einen sehr komplexen Vorgang handelt, der keinesfalls leichtfertig angegangen werden sollte. Wir von immobilie-verkaufen.info zeigen Ihnen in diesem Beitrag daher unter anderem, wie der Verkauf einer Immobilie abläuft, was es zu beachten gilt, wie Sie Ihre Immobilie am besten vermarkten und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen unsere Top-12 Tipps, um Höchstpreise zu erzielen.

Wie läuft der Immobilienverkauf ab?

Für die meisten Menschen stellt der Verkauf einer Immobilie keine alltägliche Aufgabe dar. Entsprechend gering ist die Erfahrung mit Immobilienverkäufen. Da es sich hierbei aber um komplexe Vorgänge handelt, bei denen Fehler schnell hohe finanzielle Schäden anrichten können, ist ein strukturiertes Vorgehen für Laien aber auch für Profis überaus wichtig.

Zunächst gilt es den Immobilienverkauf äußerst gründlich zu planen und vorzubereiten. Im Rahmen der Vorbereitung sollten Sie entscheiden, ob Sie die Immobilie mit oder ohne Makler verkaufen wollen und in welchem Zeitraum oder zu welchem Zeitpunkt die Immobilie verkauft werden soll. Darüber hinaus sollten alle erforderlichen Unterlagen zusammengetragen und ein möglichst genauer Immobilienwert bestimmt werden. Im letzten Schritt gilt es, die Immobilie auf Besichtigungen bzw. den Verkauf vorzubereiten. Auf die Vorbereitung folgt die Vermarktung der Immobilie. Hier gilt es, den richtigen Angebotspreis sowie eine geeignete Verkaufsstrategie zu bestimmen, Besichtigungen zu organisieren und natürlich einen passenden Käufer zu finden. Ist ein Käufer gefunden, beginnt die dritte und letzte Phase des Immobilienverkaufs. Sie umfasst den Entwurf und Abschluss des Kaufvertrags und schließlich die Übergabe der Immobilie.

Immobilie verkaufen – mit oder ohne Makler?

Bevor Sie mit den Verkaufsvorbereitungen beginnen, sollten Sie zunächst entscheiden, ob Sie Ihre Immobilie mit oder ohne Makler verkaufen wollen. Denn von dieser Entscheidung hängt ab, inwiefern Sie sich mit den Details, die wir im Laufe dieses Beitrags noch ausführlich abhandeln, auseinandersetzen müssen. Ob Sie Ihre Immobilie ohne Makler, also privat oder mit der Unterstützung eines Maklers verkaufen, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

  • Der Zeit, die Sie bereit sind, in den Verkauf zu investieren
  • Der Erfahrung, die Sie bereits mit dem Verkauf von Immobiliengesammelt haben

Sollten Sie bereit sein, viele Stunden in den Verkauf Ihrer Immobilie zu investieren und haben Sie bereits in der Vergangenheit erfolgreich Immobilien ohne Makler verkauft, bewältigen Sie den Verkauf bestimmt auch ohne Makler. Verfügen Sie dagegen über weniger Zeit und/oder Erfahrung, empfiehlt es sich die Leistungen eines kompetenten Immobilienmaklers in Anspruch zu nehmen. So bietet der Verkauf über einen Makler folgende Vorteile:

  • Makler sind sehr erfahren, was den Verkauf von Immobilien angeht. Sie werden also garantiert umfassend beraten und verhindern so grobe Fehler und hohe finanzielle Einbußen.
  • Makler haben die regionalen Immobilienmärkte und die aktuellen Preise immer genau im Blick. Dadurch sind Sie in der Lage, einen realistischen und genauen Immobilienwert zu ermitteln und eine Verkaufsstrategie speziell für Ihre Immobilie zu entwickeln.
  • Die meisten Makler pflegen zahlreiche Kontakte in die Immobilienbranche und verfügen damit über ein ganzes Netzwerk an potenziellen Käufern.
  • Immobilienmakler beraten Sie nicht nur umfassen, Sie nehmen Ihnen auf Wunsch auch alle zeitaufwendigen Arbeiten, wie das Zusammentragen der erforderlichen Unterlagen oder das Organisieren von Besichtigungen ab.

Vor allem die Maklerprovision wird beim Immobilienverkauf durch einen Makler als Nachteil empfunden. Sie fällt für die Leistungen des Maklers an und wird je nach Region entweder vom Käufer oder vom Verkäufer gezahlt. Trotz Provision zahlt sich die Unterstützung durch einen Makler für Eigentümer aber fast immer aus, da sich mit einem Makler in der Regel der beste Verkaufspreis erzielen lässt.

Kontaktieren Sie uns gern über unser Kontaktformular am rechten Seitenrand, wenn Sie gemeinsam mit uns den besten Preis für Ihre Immobilie erzielen möchten. Dank unseres weitreichenden Netzwerks an Immobilienexperten finden wir garantiert einen geeigneten Makler in Ihrer Nähe.

 

Welche Art von Immobilie soll verkauft werden?

Bis auf den Ablauf gleicht kaum ein Immobilienverkauf dem anderen. Da dabei vor allem die Art der Immobilie Auswirkungen auf die erforderlichen Unterlagen, die Vermarktung und vieles mehr hat, ist es wichtig, bereits vor dem Verkauf die Art der Immobilie sowie die damit einhergehenden Besonderheiten zu kennen. Grundsätzlich wird in folgende Arten von Immobilien unterschieden:

 

Grundstücksverkauf

Beim Grundstücksverkauf sind vor allem das Maß und die Möglichkeiten der baulichen Nutzung ausschlaggebend. Der Preis ist also hauptsächlich davon abhängig, inwiefern sich das Grundstück bebauen lässt. Ein weiteres, wichtiges Kriterium ist, ob das Grundstück bereits erschlossen ist. Muss zum Beispiel noch eine Zufahrtsstraße gebaut werden oder sind noch Kabel zu verlegen, wirkt sich dies negativ auf den Grundstückswert aus. Für Grundstücksbewertungen werden die Bodenrichtwerte der örtlichen Gutachterausschüsse herangezogen.

 

Wohnungsverkauf

Beim Verkauf von Wohnungen ist ein wichtiges Kriterium, ob es sich um eine Miet- oder Eigentumswohnung handelt. Während sich bezugsfreie Eigentumswohnungen in der Regel problemlos verkaufen lassen, kommen für Mietwohnung meist nur Käufer infrage, die nach einer Geldanlage suchen. Darüber hinaus werden beim Wohnungsverkauf neben den üblichen Dokumenten noch folgende Verkaufsunterlagen benötigt:

  • Teilungserklärung & Teilungsplan
  • Jahreswirtschaftspläne
  • Wohngeldabrechnungen
  • Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen
  • Aufstellung vergangener Sanierungen & Modernisierungen

In unserem Beitrag Eigentumswohnung verkaufen erfahren Sie mehr zu dieser Thematik.

 

Hausverkauf

Im Rahmen von Hausverkäufen müssen zunächst sämtliche bekannte Mängel offengelegt werden. Im Kaufvertrag kann zwar ein Gewährleistungsausschluss vereinbart werden, dieser gilt jedoch nicht für arglistig verschwiegene Mängel. Die Bewertung von Häusern erfolgt in der Regel mittels Vergleichswert-, Sachwert- oder Ertragswertverfahren. In unseren Beiträgen Wohn- & Geschäftshaus verkaufen, Mehrfamilienhaus verkaufen und Neubauprojekte verkaufen erfahren Sie mehr zum Thema Hausverkauf.

 

Gewerbeimmobilienverkauf

Der Verkauf von Gewerbeimmobilien gestaltet sich in den meisten Fällen deutlich komplexer als der Verkauf privater Immobilien. Das liegt vor allem daran, dass die Anforderungen der Nutzer spezieller sind. So sind Lagerhallen zum Beispiel nur für eine bestimmte Nutzung ausgelegt, was sich natürlich auf die Vermietungs- bzw. Verkaufssituation auswirkt.

Welche Dokumente werden beim Immobilienverkauf benötigt?

Ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Vorbereitung des Immobilienverkaufes ist das Zusammentragen aller notwendigen Unterlagen. Dabei werden, je nach Art der Immobilie, unterschiedliche Dokumente benötigt. Darüber hinaus spielt es eine Rolle, ob die Immobilie vermietet wird:

 

Benötigte Unterlagen für den Verkauf eines unvermieteten Hauses

  • Grundbuchauszug
  • Flurkarte
  • Baupläne/Grundriss
  • Berechnung der Wohnfläche
  • Auflistung der Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, Öl, etc.)
  • Grundsteuerbescheid
  • Energieausweis
  • Erbbaurechtsvertrag
  • aktueller Wirtschaftsplan/letzte Hausgeldabrechnung
  • Teilungserklärung & Gemeinschaftsordnung bei nicht real geteilten Grundstücken

Optional:

  • Wohngebäudeversicherungspolice
  • Denkmalschutzauflagen
  • Baubeschreibung

 

Benötigte Unterlagen für den Verkauf eines vermieteten Hauses

Zu den bei unvermieteten Häusern benötigten Unterlagen:

  • Mietvertrag
  • letzte Mieterhöhung

 

Benötigte Unterlagen für den Verkauf einer Eigentumswohnung

  • Grundbuchauszug
  • amtlicher Lageplan/Flurkarte (für die Bank)
  • Grundrisszeichnungen
  • Berechnung der Wohnfläche
  • Energieausweis
  • aktueller Wirtschaftsplan/letzte Hausgeldabrechnung
  • Teilungserklärung (inkl. Gemeinschaftsordnung)
  • Protokolle der Eigentümerversammlung (die letzten drei)
  • Nachweis über die Wohngebäudeversicherung

Optional:

  • Verwaltungsvertrag
  • Denkmalschutzauflagen

 

Benötigte Unterlagen für den Verkauf einer Mietwohnung

Zu den für den Verkauf von Eigentumswohnungen benötigten Unterlagen:

  • Mietvertrag
  • letzte Mieterhöhung

Wie wird der Immobilienwert ermittelt?

Auch die Immobilienbewertung ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Vorbereitung des Immobilienverkaufs. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie lassen Ihre Immobilie kostenlos online oder durch einen Immobiliengutachter vor Ort bewerten. Da Online-Bewertungen in der Regel automatisiert und auf Basis von Vergleichs- und Durchschnittswerten erfolgen, sind sie in den meisten Fällen kostenlos. Darüber hinaus ist auch die kurze Bearbeitungszeit überaus vorteilhaft. Immobilienwerte, die durch Online-Bewertung ermittelt wurden, stellen jedoch nur eine grobe Einschätzung dar. Bei der Bewertung durch einen Immobiliengutachter vor Ort wird die Bewertung in einem Wertgutachten festgehalten. Dabei wird die Immobilie unter anderem bezüglich ihrer Lage, der Ausstattung und ihrem Zustand beurteilt. Solche professionellen Wertgutachten sind nicht nur deutlich genauer und aussagekräftiger, sondern haben, sofern sie von einem vereidigten Gutachter erstellt wurden, sogar vor Gericht Bestand.

Wie werden Immobilien auf den Verkauf vorbereitet?

Befinden sich alle erforderlichen Unterlagen in Ihren Händen bzw. in den Händen Ihres Maklers und wurde der Wert der Immobilie bestimmt, gilt es im letzten Schritt der Verkaufsvorbereitung die Immobilie für die Vermarktung vorzubereiten. Damit sie ansprechend auf potenzielle Käufer wirkt, sollte die Immobilie so sauber und gepflegt wie möglich sein. Dies gilt auch für eventuell zugehörige Gartenanlagen. Fenster und Böden sollten geputzt sein und auch ein frischer Anstrich der Wände kann die Immobilie optisch deutlich aufwerten. In einigen Fällen kann es auch sinnvoll sein, den Wert der Immobilie vor der Vermarktung durch Renovierungs-, Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen zu steigern.

Eine weitere beliebte Möglichkeit, die Attraktivität einer Immobilie zu steigern, ist das sogenannte „Home Staging“. Dabei wird einer leerstehenden Immobilie durch den gezielten Einsatz von Farben, Möbeln und Dekoration ein wohnliches Ambiente verliehen, was sich ebenfalls positiv auf den Eindruck, den potenzielle Käufer erhalten, auswirkt.

Wie wird der richtige Angebotspreis bestimmt?

Im ersten Schritt der Vermarktung Ihrer Immobilie gilt es, den richtigen Angebotspreis zu bestimmen. Er ist die wichtigste Information für Interessenten und sollte nicht zu stark vom tatsächlichen Immobilienwert abweichen. Denn ein zu hoher Verkaufspreis schreckt viele Interessenten ab, während ein zu geringer Preis meist skeptisch betrachtet wird. In der Regel liegt der Preis, zu dem eine Immobilie angeboten wird, etwa 5 bis 8 Prozent über dem tatsächlich zu erwartendem Verkaufspreis. So besteht ausreichend Spielraum für die Verhandlung des Verkaufspreises. Darüber hinaus gibt es jedoch auch weitere Angebotsstrategien, wie beispielsweise das Bieterverfahren, bei dem zunächst ein Mindestpreis festgelegt wird und die Immobilie letztendlich an den Höchstbietenden verkauft wird.

Wie findet man passende Käufer für die Immobilie?

Sobald ein Preis bestimmt wurde, zu dem die Immobilie angeboten werden soll, gilt es potenzielle Käufer auf das Angebot aufmerksam zu machen. Hierfür existieren bereits zahlreiche Online-Portale, in denen Sie Ihr Exposé veröffentlichen können. Darüber hinaus kann unter Umständen auch ein entsprechendes Verkaufsschild, das gut sichtbar vor der Immobilie platziert wird, den einen oder anderen Interessenten anziehen. Ist das Exposé der Immobilie gelungen und die Nachfrage entsprechend, sollten die ersten Anfragen nicht lange auf sich warten lassen.

Wie werden Besichtigungen organisiert?

Erhalten Sie die ersten Anfragen, gilt es im nächsten Schritt der Vermarktung Ihrer Immobilie, die Besichtigungen zu organisieren und durchzuführen. Falls Sie Ihre Immobilie ohne Makler verkaufen, sollten Sie alle Daten und Unterlagen genau studieren. Dadurch sind Sie in der Lage, Interessenten die wichtigsten Fragen umgehend zu nennen und aufkommende Fragen spontan und souverän zu beantworten. Das zeugt nicht nur von Professionalität, sondern hinterlässt auch einen positiven Eindruck bei Interessenten.

Achten Sie zudem darauf, die Immobilie potenziellen Käufern nicht einfach nur zu zeigen, sondern auch ins Gespräch zu kommen und so die Bedürfnisse der Interessenten besser kennenzulernen. Verabschieden Sie Interessenten außerdem nicht ohne Weiteres, sondern vereinbaren Sie, welche Schritte als nächstes anstehen.

Wie werden Verkaufsverhandlungen geführt?

Ist die Besichtigung erfolgt und entscheidet sich ein Interessent dafür, die Immobilie zu kaufen, gibt er ein Angebot ab, dass es im letzten Schritt der Vermarktung Ihrer Immobilie zu verhandeln gilt. Es ist grundsätzlich immer empfehlenswert, solche Verkaufsverhandlungen von professionellen Verkäufern oder Immobilienmaklern durchführen zu lassen. Sie haben nicht nur ausreichend Fachwissen und viel Erfahrung, wenn es um Preisverhandlungen geht, sondern verfügen auch über das nötige Verhandlungsgeschick. Sollten Sie sich dennoch dazu entschließen, alleine über den Verkaufspreis zu verhandeln, sollten Sie sich vorab unbedingt auf eine clevere Verhandlungstaktik festlegen und entsprechende Argumente sammeln, um einen möglichst hohen Preis erzielen zu können. Denken Sie zum Beispiel darüber nach, was Ihre Immobilie besonders und einzigartig macht, beispielsweise eine außergewöhnlich gute Lage oder besondere Einbauten.

Prüfen Sie im Rahmen der Verkaufsverhandlung außerdem unbedingt die Bonität des Käufers, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Unsere erfahrenen Immobilienmakler stehen Ihnen natürlich auch dabei gern zur Seite.

Vertragsabschluss & Übergabe: Wie läuft der Verkauf weiter ab?

Kann der Käufer nachweisen, dass er über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, die Immobilie zu kaufen, ist die Vermarktung der Immobilie beendet. Im nächsten Schritt beauftragt der Käufer einen Notar, der alle zwischen dem Käufer und Verkäufer getroffenen Vereinbarungen schriftlich im Kaufvertrag für die Immobilie festhält. Der Kaufvertragsentwurf wird anschließend in Anwesenheit beider Parteien verlesen, wobei aufkommende Fragen umgehend geklärt werden können. Sobald sich beide Seiten mit den Vertragskonditionen einverstanden erklären, wird der Kaufvertrag unterzeichnet und vom Notar beurkundet.

Nachdem der Kaufvertrag unterzeichnet und beglaubigt wurde, erhält der Käufer eine Zahlungsaufforderung, der er innerhalb von zwei Wochen nachkommen muss. Erst nachdem der Kaufpreis vollständig gezahlt wurde, sollte das Eigentumsrecht übertragen werden. Warten Sie außerdem auch mit der Schlüsselübergabe, bis der Kaufpreis gezahlt wurde, um Risiken zu vermeiden. Sollte die Zahlung zu spät erfolgen, haben Sie als Verkäufer das Recht, Verzugszinsen, Ersatz bei Verzugsschaden oder weitgehenden Schadensersatz in Rechnung zu stellen. Als letzte Konsequenz können Sie sogar vom Kaufvertrag zurücktreten, falls die Zahlung komplett ausbleibt.

Sobald alle Formalien geklärt und die Zahlung beglichen wurde, wird ein Termin zur Schlüsselübergabe vereinbart. Dabei wird ein detailliertes Protokoll erstellt, um Verkäufer vor Nachforderungen durch den Käufer zu schützen. Zum Abschluss des Immobilienverkaufs werden die Schlüssel übergeben. Anschließend beantragt der Notar die Grundbuchänderung, mit der der Verkauf vollständig abgeschlossen ist.

Welche Kosten und Steuern fallen beim Verkauf einer Immobilie an?

Beim Verkauf von Immobilien entstehen grundsätzlich immer Kosten, allein schon wegen der Beurkundung des Kaufvertrags durch einen Notar. Verschaffen Sie sich also am besten immer schon im Voraus einen Überblick über mögliche Kosten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Neben Notarkosten fallen beim Verkauf von Immobilien jedoch auch eine ganze Reihe Nebenkosten, beispielsweise Gebühren für die Besorgung eines Energieausweises (ab 40 Euro) oder die Beantragung des Grundbuchauszugs (10 bis 20 Euro), an. Lassen Sie im Rahmen der Immobilienbewertung außerdem ein umfangreiches Wertgutachten ausstellen, müssen Sie mit Kosten von bis zu 2.500 Euro rechnen. Die Höhe der Maklerprovision ist grundsätzlich Verhandlungssache, beläuft sich je nach Bundesland aber auf maximal 7,14 % des Kaufpreises. Verkaufen Sie Ihre Immobilie ohne Makler, sparen Sie zwar die Maklerprovision, müssen aber mit zusätzlichen Kosten für die Vermarktung der Immobilie rechnen.

Neben diesen unumgänglichen Nebenkosten können aber noch weitere Nebenkosten für Steuersachen anfallen, die häufig sehr stark variieren. Die Höhe dieser Kosten hängt vor allem vom Verkaufspreis und der Steuerklasse des Verkäufers ab. Immobilien sind aber nur dann steuerpflichtig, wenn:

  • sie zum Betriebsvermögen gehören,
  • Sie in den letzten fünf Jahren mehr als drei Immobilien verkauft haben oder
  • zwischen Kauf/Bau und Verkauf weniger als 10 Jahre liegen bzw. Sie die Immobilien nicht ausreichend selbst genutzt haben

Beim Verkauf von Immobilien, die erst vor kurzem fertiggestellt wurden, sollte außerdem mit einer Spekulationssteuer gerechnet werden. Diese bemisst sich am Verkaufsgewinn und am Einkommenssteuersatz des Verkäufers. Erzielen Sie mit dem Verkauf eines neu gebauten Hauses also zum Beispiel einen Gewinn von 80.000 Euro und beträgt Ihr Einkommenssteuersatz 40 Prozent, beträgt die zu entrichtende Spekulationssteuer 32.000 Euro.

Ist Ihre Immobilie finanziell mit einer Grundschuld belastet, wirkt sich dies negativ auf den Verkauf aus, denn die wenigsten Käufer möchten eine solch belastete Immobilie kaufen. Es ist also überaus empfehlenswert, bestehende Grundschulden bereits im Voraus löschen zu lassen. Bei dieser Löschung entstehen jedoch ebenfalls Kosten, beispielsweise Notarkosten beim zuständigen Amt. Banken dürfen für das Ausstellen einer Löschungsbewilligung grundsätzlich keine Gebühren verlangen. Die Kosten für eine Grundschuldlöschung variieren, Sie können aber mit etwa 0,2 % der Höhe der Grundschuld rechnen.

Sollten sich Immobilieneigentümer im Rahmen einer Erbschaft oder Scheidung nicht außergerichtlich über den Verbleib der Immobilie einigen, entstehen neben den Kosten für den Verkauf der Immobilie häufig auch Verfahrenskosten, beispielsweise bei Teilungsversteigerungen.

Checkliste: Top-12 Tipps, um Höchstpreise zu erzielen!

1. Bereiten Sie den Verkauf sorgfältig vor.

Viele Eigentümer stürzen sich einfach in das Abenteuer Immobilienverkauf ohne konkrete Vorstellungen davon zu haben, was Sie überhaupt erwartet. Doch wie Sie in diesem Beitrag erfahren haben, gibt es viele Dinge und Fragen, die im Vorfeld geklärt bzw. beantwortet werden sollten. Jeder noch so kleine Fehler kann am Ende viel Geld kosten. Bereiten Sie den Verkauf Ihrer Immobilie daher immer besonders gründlich und sorgfältig vor.

 

2. Bestimmen Sie im ersten Schritt der Verkaufsvorbereitung, ob Sie Ihre Immobilie mit oder ohne Makler verkaufen wollen.

Die Entscheidung, ob Sie Ihre Immobilie mit oder ohne Makler verkaufen wollen, hat großen Einfluss auf alle weiteren Schritte des Immobilienverkaufs und sollte daher so früh wie möglich getroffen werden. Folgende Fragen helfen bei der Entscheidung:

  • Habe Sie Zeit, Geld, Wissen und Verkaufskanäle, um den Verkauf selbst durchzuführen?
  • Können Sie selbst ein Exposé erstellen?

Können Sie beide Fragen mit „Ja“ beantworten, verkaufen Sie Ihre Immobilie bestimmt auch ohne Makler erfolgreich. Ist dies jedoch nicht der Fall, sollten Sie sich von einem professionellen Immobilienmakler unterstützen lassen.

 

3. Lassen Sie einen möglichst genauen Immobilienwert bestimmen.

Jeder Eigentümer weiß, was seine Immobilie einmal gekostet hat. Viele Eigentümer möchten mit dem Verkauf daher mindestens genau so viel Geld erzielen, wie Sie zuvor in die Immobilie investiert haben. Diese Preisvorstellung muss in der Realität aber nichts mit dem tatsächlich erzielbaren Preis zutun haben. Dieser kann sowohl weit über als auch weit unter den Preisvorstellungen des Eigentümers liegen. Der Verkaufspreis richtet sich vor allem ach der aktuellen Angebots- und Nachfragesituation des Immobilienmarktes. Lassen Sie Ihre Immobilie von einem Immobiliengutachter bewerten, der ein ausführliches Wertgutachten erstellt, fließt die aktuelle Situation des Immobilienmarktes in die Bewertung mit ein und Sie wissen ganz genau, welchen Preis Sie von Interessenten verlangen können und haben alle Informationen, die Sie für eine erfolgreiche Verkaufsverhandlung benötigen.

 

4. Warten Sie, wenn möglich, mit dem Verkauf Ihrer Immobilie, falls die aktuelle Situation des Immobilienmarktes eher ungünstig und eine künftige Wertsteigerung der Immobilie zu erwarten ist.

 

5. Tragen Sie bereits im Vorfeld des Verkaufs Ihrer Immobilie alle erforderlichen Unterlagen zusammen:

  • Baupläne bzw. Grundriss
  • Energieausweis
  • Grundbuchauszug
  • Flurkarte & Bauakte
  • Nutz-, Wohn- & Grundflächenberechnung
  • Sanierungsnachweise

 

6. Sammeln Sie alle erforderlichen Unterlagen und lassen Sie den genauen Immobilienwert bestimmen, bevor Sie eine Anzeige aufgeben.

Viele Eigentümer, die Ihre Immobilie verkaufen wollen, inserieren sie zunächst einfach, um zu schauen, was passiert. Davon ist jedoch grundsätzlich abzuraten. Wer den Preis zu hoch ansetzt, erzeugt nur eine geringe Nachfrage, wer den Preis zu niedrig ansetzt, verschenkt unnötig Geld. Sammeln Sie also immer erst alle nötigen Unterlagen zusammen und lassen Sie einen möglichst genauen Immobilienwert bestimmen, um eine gezielte Verkaufsstrategie zu entwickeln, alle wichtigen Verhandlungsargumente zu kennen und so den besten Preis zu erzielen.

 

7. Lassen Sie vor der Vermarktung Ihrer Immobilie immer erst die Grundschuld löschen, wenn vorhanden. Viele Käufer scheuen davor, eine finanziell belastete Immobilie zu erwerben.

 

8. Präsentieren Sie die Immobilie bei Besichtigungsterminen so attraktiv wie möglich. Richten Sie es vielleicht sogar vorübergehend ein, um Vorzüge hervorzuheben.

 

9. Studieren Sie alle Unterlagen und Daten zur Immobilie ganz genau, falls Sie sie ohne Makler verkaufen wollen.

Auf diese Weise können Sie Interessenten schnell die wichtigsten Informationen nennen, Fragen souverän beantworten und einen positiven Eindruck hinterlassen.

 

10. Setzen Sie den Verkaufspreis höher als den Mindestpreis an, zu dem Sie die Immobilie verkaufen würden.

Viele Eigentümer, die Ihre Immobilie ohne Makler verkaufen wollen, vergessen, dass Interessenten immer einen Verhandlungserfolg verzeichnen wollen. Überlegen Sie sich in Vorbereitung auf die Verkaufsverhandlung also genau, inwiefern Sie bereit sind, den Verkaufspreis zu senken und setzen Sie den Angebotspreis entsprechend höher an.

Bedenken Sie aber, dass solche Verhandlungen gerade für Laien eine Herausforderung darstellen. Verhandlungserfahrene Immobilienmakler können da sehr hilfreich sein. Sie können die Balance zwischen Verkäufer- und Käuferinteressen finden und eine Mittlerrolle einnehmen, die der Eigentümer selbst nicht ausfüllen kann.

 

11. Prüfen Sie immer erst die Bonität eines Interessenten bevor Sie sich entschließen, ihm die Immobilie zu verkaufen, um Probleme bei der Kaufabwicklung zu vermeiden.

 

12. Warten Sie auch mit der Schlüsselübergabe, bis der Käufer den Kaufpreis vollständig gezahlt hat, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Immobilienverkauf mit immobilie-verkaufen.info

Wegen der aktuell hohen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt sollte es nicht besonders schwer sein, einen Käufer für Ihre Immobilie zu finden. Dennoch sollten Sie den Eigentümerwechsel einer Immobilie nicht unterschätzen. Wenn Sie sich weder mit Immobilien im Allgemeinen noch mit der aktuellen Situation des Immobilienmarktes auskennen, sollten Sie unbedingt die Leistung eines Maklers in Anspruch nehmen.

Wir von immobilie-verkaufen.info unterstützen Sie gern beim Verkauf Ihrer Immobilie und helfen Ihnen dabei, den besten Preis zu erzielen. Dank unseres weitreichenden Netzwerks an erfahrenen Immobilienexperten finden wir garantiert einen Profi in Ihrer Nähe. Dank des Fachwissens unserer Experten entwickeln wir auch gern eine individuelle Vermarktungsstrategie, die genau auf Ihre Immobilie zugeschnitten ist. Darüber hinaus pflegen wir zahlreiche Kontakte in die Immobilienbranche, wodurch uns ein ganzes Netzwerk an potenziellen Käufern zur Verfügung steht. So erzielen wir garantiert den besten Preis für Ihre Immobilie! Auf Wunsch nehmen wir Ihnen auch gern die vielen zeitaufwendigen Arbeiten, wie das Organisieren von Besichtigungen oder das Zusammentragen der benötigten Unterlagen, ab. Besuchen Sie uns gern online oder kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen bei Ihrem Anliegen weiter.

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